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Abschied von T-Mobile
Zabel freut sich auf neue Herausforderung


Foto: Roth
BERLIN, 07.10.05 (rsn) - Erik Zabel nimmt Abschied von der Magentatruppe, bei der er während seiner gesamten 13-jährigen Erfolgskarriere fuhr. Am Sonntag bestreitet er beim Sprinter-Klassiker Paris-Tours sein letztes Rennen für T-Mobile. Der Wechsel falle ihm nicht leicht, sagte Zabel am Freitag.

"Es ist nicht leicht, wegzugehen. Lange Zeit konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich ein neues Team suchen muss, nachdem ich 13 Jahre bei Telekom bzw. T-Mobile fuhr", sagt der 35 Jahre alte Zabel. Seine Entscheidung, seinem einzigen bisherigen Profiteam doch den Rücken zu kehren, war gefallen, nachdem er in diesem Jahr erstmals nicht für die Tour de France nominiert worden war, bei der er in elf Teilnahmen mit sechs Grünen Trikots und zwölf Etappensiegen große Triumphe für sein Team holte und mitunter von Schwächen anderer ablenkte. "Das war nicht leicht zu verdauen", sagt Zabel über die Entscheidung der Teamleitung, den verdienten Routinier nicht mit nach Frankreich zu nehmen und ganz auf Jan Ullrich zu setzen.

Zabel, der bei Telekom/T-Mobile nie der große Freund des anderen Topstars war, kritisierte in den letzten Wochen mehrmals Ullrich wegen dessen vergeblichen Bemühungen, die Tour zum zweiten Mal zu gewinnen ("Wenn man nicht gewinnt, muss man sich fragen, warum") und wegen dessen Übung, als Quartalsprofi auftzutreten ("Ohne Vino und mich wäre da erst mal nichts gewesen"). Doch vor seinem letzten Rennen bei T-Mobile schlägt Zabel konziliantere Töne an. "Ich gehe mit vielen schönen Erinnerungen und ich habe viele Freunde gefunden", sagt er. Im kommenden Jahr fährt der mit 191 Siegen erfolgreichste aktive Fahrer im Peloton beim neuen Team "Milram", das aus dem italienischen ProTour-Rennstall Domina Vacanze entsteht. Zabel unterschrieb für drei Jahre und wird dort eine Garantie haben, bei der Tour de France zum Einsatz zu kommen.

"Ich habe die Möglichkeit, nochmal etwas neues zu versuchen und ich kann meinen Teamkollegen etwas von meiner Erfahrung geben. Das ist etwas seht stimulierendes. Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung", sagt der Berliner Radstar.


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