BONN, 20.10.05 (rsn) -
Torsten Schmidt gehörte fast zum Inventar
bei Gerolsteiner.
Nach sechs Jahren verlässlichen Helferdiensten
verlässt der 33-Jährige am Saisonende die
Mineralwassertruppe aus der Eifel.
In seiner zehnten Profi-Saison will Schmidt
als Leader in einem kleineren Team nochmal "richtig einen raushauen".
"Die Zeit bei Gerolsteiner war schön und hat mich mit vielen positiven Momenten
entlohnt, Baustein von Erfolgen für Kapitäne wie Rebellin oder Hondo zu sein bringt auch
seine Befriedigung mit sich", erzählt Schmidt.
Warum dann nun der Wechsel?
"Nun, ich gehe langsam auf den Herbst meiner Karriere zu und seit einiger Zeit
habe ich ja Einblick in den Weinbau. Da gilt es bei älteren Tropfen auch: entweder
werden sie besser oder sie dümpeln vor sich hin", scherzt Schmidt, der
seit einiger Zeit in Ahrweiler zu Hause ist und in eine bekannte Winzerfamilie
eingeheiratet hat.
"Ich bin an einem Punkt angekommen, wo man sich fragen muss, ob man die Karriere
als Helfer langsam ausklingen lassen soll, oder ob man seine Erfahrung und Klasse
noch mal nutzt einen richtig 'rauszuhauen'. Ich glaube an mich, weiß was ich zu
leisten bereit bin und möchte versuchen mit einigen respektablen Ergebnissen als Siegfahrer
in Erinnerung zu bleiben", erläutert Schmidt. "Außerdem würde es mich freuen, jungen Fahrern
meine Erfahrung weitergeben zu können. Bei Holzcer wäre ich in
der Helferrolle gesetzt geblieben."
Auf die geäußerte Vermutung, dass diese Vorstellung doch nur in einem Nicht-ProTour-
Team zu realisieren sei, sagt Schmidt: "Ja sicher, und
genau das ist der Reiz. Das Programm ist kaum anders, die Strukturen auch nicht und
endlich werde ich mal bei meinen Lieblingsrennen wie Rund um den Henninger Turm auf
eigene Kappe fahren können, das gibt mir eine Motivation, wie ich sie seit Jahren
nicht mehr hatte."
Nach Informationen von RADSPORT-NEWS.COM
liegt Schmidt ein unterschriftsreifer Vertrag
des neuformierten Wiesenhof-Akud-Teams vor.
Alberto Kunz
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