BRÜSSEL/ BERLIN, 12.12.05 (rsn) -
Die 20 Teams der ProTour sind offenbar dabei, sich
als einige Front in Stellung zu bringen gegen die
Organisatoren der drei großen Rundfahrten,
die am Freitag ihren Ausstieg aus der neuen Serie
erklärt hatten. Bei einem Meeting
mit UCI-Verantwortlichen am Montag in Brüssel erklärten die
Teamsponsoren, sie wollten künftig eine
"markantere Rolle" in der ProTour spielen.
Die UCI hatte die Sponsoren vor längerer Zeit zu der Veranstaltung
eingeladen. Nach dem recht spektakulären ProTour-Ausstieg
der Organisatoren der drei großen Rundfahrten
am letzten Freitag bekam das Treffen eine unerwartete
Brisanz. Teamchefs, die zunächst nicht geplant hatten
dabei zu sein, reisten kurzfristig nach Brüssel.
UCI und die Teams nutzten die Gelegenheit
abzustecken wo man steht im Kampf um die ProTour,
die ohne die großen Veranstalter eine zweitklassige
Veranstaltung ist.
Die Mannschaften, die am meisten von der Reform profitierten,
haben großes Interesse an der Rettung der Serie.
"Die Repräsentanten der Sponsoren der UCI Pro Teams (die Teams der ProTour)
erklärten, dass sie eine markantere Rolle" in
der ProTour spielen wollten, hieß es in
einem Statement, das die UCI am Montagabend verbreitete.
Bei dem Treffen in Brüssel waren
UCI-Präsident Pat McQuaid, sein Amtvorgänger
Hein Verbruggen, der im letzten Winter die Reform gegen alle Widerstände
durchgedrückt hatte, sowie der Vorsitzende des ProTour-Rates,
der Italiener Vittorie Adorni, anwesend.
Die Gespräche seien "extrem konstruktiv" verlaufen,
teilte die UCI mit.
Auf Wunsch der Sponsoren wurde ein zweites Meeting
mit der UCI anberaumt, das am 18.Januar
in der Schweiz stattfinden soll.
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