BERLIN, 23.11.05 (rsn) - Sprint-Star Danilo
Hondo hat nach eigenen Worten "ein gutes Gefühl" nach
einer Anhörung des internationalen Sportgerichts TAS in Lausanne
am Mittwoch in seinem Dopingfall.
Der 31-Jährige hofft in dem Berufungsverfahren auf einen
Freispruch und bereitet sich bereits auf
die Saison 2006 vor. Das
Urteil des TAS wird innerhalb von zwei Wochen erwartet.
"Ich habe ein gutes Gefühl und bin optimistisch", sagte
Hondo, der bei der Murcia-Rundfahrt
im letzten März positiv war auf das Aufputschmittel
Carphedon.
Allerdings waren die nachgewiesenen Spuren so gering, dass weder
unzweifelhaft von Absicht ausgegangen, noch eine aufputschende Wirkung
durch das ohnehin eher exotische
Präparat erzielt werden konnte. Diese These vertrat in
Lausanne sogar Professor Werner Franke als Entlastungszeuge für Hondo.
Der anerkannte Biologe gilt als scharfer Kritiker mancher Praktiken im
Profiradsport, sah Hondo in diesem Fall aber eher als Opfer weiter nicht geklärter Umstände.
Der Schweizer Radsportverband
hatte den im Tessin lebenden Sprintspezialisten,
im Juni zu einer zweijährigen Sperre
verurteilt. Ein Jahr davon war zur Bewährung
ausgesetzt worden. Der internationale
Radsportverband und die Welt-Antidopingagentur (WADA),
die zwei Jahre ohne Bewährung fordert,
hatten gegen das Urteil
beim Tribunal arbitral du
sport (TAS)
Berufung eingelegt.
Hondo, der Doping bestreitet,
hofft aber, dass der oberste Sportgerichtshof
ihn sogar freisprechen könnte.
"Ich glaube, dass ich
zu Beginn der Saison 2006
wieder Rennen fahren kann",
so der der Mailand-San Remo-Zweite am Mittwoch.
Hondo wird in den nächsten Tagen nach Südafrika
fliegen, wo er sich u.a. zusammen
mit T-Mobile-Star Jan Ullrich
auf die kommende Saison vorbereiten will,
während er auf die Entscheidung
des TAS wartet.
"Anfang Dezember haben wir das Urteil", meinte Hondo-Anwalt Michael Lehner,
der sich ebenfalls optimistisch zeigt.
Im Falle eines Freispruchs durch die drei TAS-Richter
wäre eine Rückkehr Hondos zu
Gerolsteiner, das ihn "reglementgemäß" (Hondo)
nach dem Dopingfall entließ, nicht
ausgeschlossen.
"Das Urteil muss eine Doping-Absicht klar ausschließen",
nannte Gerolsteiner-Teamchef
Hans-Michael Holczer
am Mittwoch am Rande des ersten Teamtreffens in Gerolstein
die Bedingung für
eine erneute Verpflichtung Hondos.
Geld für den schnellen Lausitzer sei
da, hieß es.
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