MADRID, 23.11.05 (dpa) -
In Spanien herrschte am Mittwoch Verwirrung um die
Gegenprobe für den unter Dopingverdacht stehenden Radsport-Star
Roberto Heras. Aus dem Umfeld des viermaligen Siegers der
Spanien-Rundfahrt verlautete, die B-Probe müsse wegen eines
Formfehlers wiederholt werden. Der spanische Radsportverband bestritt
diese Darstellung. Die Analysen dauerten an, hieß es in
Verbands-Kreisen. «Von einer Wiederholung der Probe kann keine Rede
sein. Die Wissenschaftler sind dabei, die Daten zu vervollständigen.»
Der 31 Jahre alte Rekordsieger der Spanien-Rundfahrt war auf der
vorletzten Etappe der diesjährigen Vuelta positiv auf das
Blutdopingmittel EPO getestet worden. Er ließ am Mittwoch verbreiten,
bei der B-Probe in einem Madrider Speziallabor sei ein Fehler
unterlaufen. Das für Mittwoch erwartete Resultat der B-Probe werde
frühestens bis Freitag feststehen.
Im Falle eines positiven Ergebnisses in der Gegenprobe droht
dem Fahrer des Liberty-Seguros-Rennstalls nicht nur eine zweijährige
Sperre, sondern auch eine Aberkennung des Sieges bei der Vuelta 2005.
Heras hatte wiederholt seine Unschuld beteuert. Sein Anwalt José
María Buxeda betonte bei der Öffnung der B-Probe: «Ich hoffe, dass
dieser Test die Unschuld von Roberto Heras beweisen wird.»
Bei der B-Probe steht indirekt auch die Methode des Nachweises von
EPO auf dem Spiel. In der Vergangenheit hatte es bei diesem Mittel
mehrfach Unstimmigkeiten und Zweifel an der Zuverlässigkeit des
Nachweises gegeben. Heras schaltete den italienischen Chemiker und
Dopingexperten Giuseppe Pierraccini von der Universität Florenz ein.
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21.11.05 Heras vor seiner letzten Etappe