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Armstrong-Simeoni-Affäre hat Nachspiel
Armstrong wegen Verleumdung vor Gericht
ROM, 14.12.05 (rsn) - Die Affäre um
Lance Armstrong und Filippo Simeoni, die in dem allgemein als Mobbing gewerteten
Verhalten des Stars gegenüber dem Italiener während
der Tour de France 2004 sichtbar wurde, wird
nun doch noch ein gerichtliches Nachspiel
haben. Der Amerikaner
muss sich im März 2006 vor einem römischen
Gericht verantworten in einem von Simeoni angestrengten Verleumdungprozess.

Mobbing des Tourstars Armstrong und Simeoni bei der 18.Etappe
der letzten Tour de France
Foto: Roth
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In der vorprozessualen Anhörung in Latina südlich von Rom
setzte Richter Nicola Insiti den ersten
Verhandlungstermin für den 7.März 2006
an. Die Verteidiger Armstrongs hatten die örtliche
Zuständigket des Gerichts in Frage gestellt,
waren damit aber nicht durchgedrungen.
Armstrong, der im letzten
Sommer nach seinem siebten Toursieg seine
Karriere bendet hatte, war von Simeoni wegen
Verleumdung angezeigt worden.
Hintergrund ist die Auseinandersetzung
zwischen Armstrong und Simeoni,
auf die durch die Vorfälle bei
der 18.Etappe der Tour de France 2004
ein Schlaglicht fiel.
Damals hatte Fillippo Simeoni versucht, in einer Ausreißergruppe
mitzufahren. Der im Gelben Trikot fahrende
Lance Armstrong hatte dies ungewöhnlicherweise verhindert,
obwohl für ihn Simeonis Aktion sportlich überhaupt nicht von Interesse
war. "Der will den Radsport kaputt
machen", hatte der Texaner nach
dem Rennen zur Begründung gesagt.
Armstrongs Feindseligkeit lag in der Aussage von Simeoni
im Doping-Prozess gegen den umstrittenen
Sportmediziner Michele Ferrari,
von dem sich Armstrong seit 1997 betreuen ließ, begründet.
Simeoni hatte Ferrari ("EPO ist so gefährlich wie Orangensaft") schwer belastet.
Armstrong nannte ihn deshalb einen Lügner,
woraufhin Simeoni Verleumdungsklage einreichte.
Ferrari war am 1.Oktober letzten Jahres
wegen Sportbetrug und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz
zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden.
Die Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt.
"Früher oder später kommt die
Wahrheit immer heraus. Die Gerechtigkeit
nimmt ihren Lauf und ich schaue
ruhig und mit Zuversicht dem 7.März
entgegen", sagte
Simeoni am Mittwoch der italienischen Nachrichtenagentur
ANSA.
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