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Wiesenhof-Akud plant für 2006
"Einige Talente in der Pipeline"
LEIPZIG, 13.10.05 (rsn) -
Der neuformierte Wiesenhof-Akud- Rennstall mit
Jens Heppner als Sportdirektor und mit Professional-Lizenz ausgestattet
wird im kommenden Jahr die Nummer 3 der deutschen Mannschaften sein.
Teammanager Raphael Schweda hat derzeit alle Hände voll zu tun,
UCI-Lizenzantrag, Fahrerverträge, Ausrüster etc. für 2006
festzuzurren. "Viel Arbeit, ja. Aber es macht Spaß. Es geht
voran", so Schweda am Donnerstag im Gespräch mit
RADSPORT-NEWS.COM
.
Wiesenhof-Akud, das auf dem bisherigen Continental-Team Akud aufbaut,
wird 2006 einen 15-köpfigen Kader haben.
An der Spitze des Teams steht der junge Gerald Ciolek,
der im Sommer in Mannheim sensationell
Deutscher Profi-Meister wurde. Der 19-jährige Sprinter aus Köln-Pulheim
bekam natürlich Angebote, entschied sich dennoch, seinen
Vertrag um zwei Jahre zu verlängern.
Ciolek ist bereits der zweite Akud-Nachwuchsfahrer,
der für große Schlagzeilen sorgt.
Im Frühjahr war Linus Gerdemann von dem Team zur ProTour-Mannschaft CSC gewechselt und
hatte dort sogleich voll eingeschlagen und
einen Etappensieg bei der Tour de Suisse gefeiert.
"Wir haben auch 2006 wieder ein paar Talente in der Pipeline",
sagt Schweda. Wiesenhof-Akud will auch
als Professional-Team künftig
die Nachwuchsarbeit im Blick behalten. Der Berliner Jochen Hahn,
bisher alleiniger Sportlicher Leiter des Teams, kümmert
sich künftig ganz um die sechs U23-Fahrer des Teams.
Neben Ciolek ragt hier auch
der WM-Vierte Carlo Westphal heraus.
Der 19-Jährige aus der Gegend von Magdeburg
hatte bereits vor seinem Überraschungsergebnis
von Madrid bei Akud unterschrieben.
"Carlo hat enormes Potenzial.
Das gilt aber auch für unseren Tim Klinger,
der eher eine Bergziege ist", sagt Schweda.
Während die Youngster kontinuierlich aufgebaut
werden sollen, erhofft sich das Wiesenhof-Akud-Team
von seinen gestandeneren Profis natürlich auch und vor
allem Resultate. Neu ins Team kommt
etwa Marcel Sieberg, der auch erst 23 Jahre alt
ist, der aber in dieser Saison als Neuprofi bei Lamonta
mächtig gewirbelt hat. Kein gutes Jahr
hatte der Leipziger Sprinter Steffen Radochla,
der drei Saisons bei Coast/Bianchi Teamkollege
von Schweda war. "Ich glaube, bei Steffen
war das Problem dieses Jahr vor allem, dass
er bei Wiesenhof im Schatten zuvieler
anderer stand und sich deshalb nicht entfalten konnte",
sagt der Wiesenhof-Akud-Teammanager.
Zum Kader des einzigen deutschen Zweitdivisionärs 2006
werden auch einige ausländische Fahrer gehören
wie der Tscheche Lubor Tesar und
der Australier Corey Sweet. Zu den Neuzugängen zählt
der Deutsche Bergmeister Robert Retschke,
der wie Sweet vom Stolberger Comnet-Team kommt.
Der Österreicher Gerhard Trampusch wird
seinen Vertrag bei Wiesenhof-Akud verlängern.
Zwei Fahrer, die bisher bei deutschen
ProTour-Teams fuhren, sollen den 15-köpfigen Mannschaftskader
komplettieren. Schweda wollte die
Namen noch nicht nennen, solange die Verträge
noch nicht unter Dach und Fach sind.
Die angepeilte Verpflichtung des Berliners Torsten Hiekmann
kam derweil nicht zustande. Der T-Mobile-Fahrer
unterschrieb inzwischen bei Gerolsteiner.
"Schade für uns, aber es ist doch auch schön für ihn.
Wir können auch so ganz zufrieden sein mit
unserem Kader für 2006", sagt Schweda.
Das neue Team wird Ende November
bei einem Treffen im neuen Partnerhotel
der Mannschaft, dem Hotel Bergland in Sölden,
erstmals zusammenkommen. Die offizielle Präsentation
von Wiesenhof-Akud ist für Januar
am Firmensitz des Ausrüsters Rose
im Ruhrgebiet geplant.
Der Termin steht noch nicht fest.
Der hängt auch davon ab, ob sich
Schwedas Hoffnung
auf eine Einladung seines Teams zur "Tour Down Under" in Australien
erfüllt.
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