Großer Weihnachtspreis in Dortmund
Steher-Ass Podlesch will's noch mal wissen
DORTMUND, 27.11.04 (rsn) -
Der erfolgreichste Steher-Fahrer der letzten zehn Jahre fiebert
Weihnachten entgegen wie ein Schulkind:
Der Berliner Carsten Podlesch, 35, will es noch einmal wissen
beim Großen Weihnachtspreis in Dortmund.
Foto: Märtin
|
Fünfmal hat Podlesch bislang den Steher-Weltpokal im Rahmen des Großen Weihnachtspreises in
der Dortmunder Westfalenhalle gewonnen. Am Sonntag, 26. Dezember, könnte sich eventuell
die letzte Chance für den 35-Jährigen auftun. Podlesch spielt mit dem Gedanken, seine lange und erfolgreiche Karriere zu beenden. Aber erst nach dem Weihnachtspreis, scherzte Podlesch, der sich gut sechs Wochen vor dem Start ein eisernes Trainingsprogramm verschrieben hat. Jeden Tag geht es ins Berliner Velodrom, entweder zum Training hinter dem kleinen Derny oder aber hinter der schweren Steher-Maschine. Und sollte dann noch Zeit bleiben, geht Podlesch mit dem Mountain-Bike ins Gelände.
Podlesch weiß, das er überdurchschnittlich viel arbeiten muss, um am 2. Weihnachtstag in Dortmund zu triumphieren: 6-Tage-Fahrer wie Andreas Beikirch haben natürlich Vorteile, sind nach drei oder vier Six Days so richtig in Form, diesen Nachteil muss ich eben durch Training ausgleichen.
Womit der Berliner schon seinen ärgsten Konkurrenten genannt hat.
Besonders die Form von Andreas Beikirch liegt im schwer im Magen. In den vergangenen drei Jahren holte sich der Dortmunder Lokalmatador den Weltpokal, im Vorjahr schob sich sogar noch Andreas Kappes auf Rang zwei vor Podlesch, dessen letzte Siege aus den
Jahren 1999 und 2000 datieren. Ich brenne auf eine Revanche, sagte der Mann, der Anfang der 90er Jahre in Palermo
auf Sizilien den letzten Weltmeistertitel in der technisch so schwierigen Steher-Disziplin gewann.
Mit solch einer Erfolgsliste könnte sich Carsten Podlesch fast schon genüsslich zurücklehnen, führt er doch mit fünf Siegen zumindest nach Platzierungspunkten die ewige Bestenliste im Großen Weihnachtspreis vor dem Dortmunder Dieter Kemper an, auf dessen Konto ebenfalls fünf Erfolge stehen. Der Berliner ist jedoch das glatte Gegenteil von einem Minimalisten. Die bessere Punktzahl interessiert ihn wenig. Er will in der 80-jährigen Geschichte des Großen Weihnachtspreises der Erste sein, der das halbe Dutzend an Siegen voll macht. Sechs Siege eine Zahl, die Podlesch besonders anspornt: Was Lance bei der Tour geschafft hat, will ich beim wichtigsten Steher-Rennen der Welt in Dortmund schaffen.
Der Faszination des Großen Weihnachtspreises entziehen können sich auch die vielen Fans nicht, die diese einmalige Radsportveranstaltung als ein Weihnachtspräsent der besonderen Art entdeckt haben. Und das seit 1925. Die Tickets sind Jahr für Jahr rar, die besten Plätze sind bereits lange Zeit im Voraus ausverkauft.
Die Veranstaltung am zweiten Weihnachtstag beginnt um 16.00 Uhr.
Mit dem Weltpokal der Steher, seit 1991 in den Großen Weihnachtspreis integriert, erlebt das Publikum den alljährlichen
Winterbahn-Höhepunkt dieser spektakulärsten aller Bahndisziplinen. Zweiter Höhepunkt im Weihnachtsprogramm ist das
Omnium der Asse. In diesem Mehrkampf, bestehend aus Wettbewerben wie Ausscheidungsfahren, Sprint, Verfolgung, Zeitfahren und
Dernyrennen, werden sich eine deutsche und eine internationale Auswahl gegenüberstehen.
Tickets für den Dortmunder Weihnachtspreis online bestellen
In Partnerschaft mit Getgo.de
Diesen Artikel versenden
|