PISA, 23.09.04 (rsn) -
Jan Ullrich kommt rechtzeitig zur Straßen-WM in Form.
Der T-Mobile-Star gewann am
Donnerstag in Peccioli bei Pisa in der Toskana
die 52.Ausgabe der Coppa Sabatini (Kat.1.2)
über 198 km. Ullrich setzte
sich im Sprint einer Spitzengruppe durch vor
dem Italiener Franco Pellizzotti (Alessio) und dem Niederländer Michael Boogerd
(Rabobank).
Pellizotti, der für die italienische Nationalmannschaft
bei der WM nominiert ist,
hatte 12km vor dem Ziel in
der letzten Runde attackiert.
Jan Ullrich ging nach,
dann auch Michael Boogerd.
Das Trio ließ sich nicht mehr
stellen vom Rest des aufgesplitterten Feld.
Im Sprint auf der leicht ansteigenden
Zielgeraden setzte sich Ullrich
deutlich durch und feierte seinen fünften Saisonsieg.
Die erste Verfolgergruppe
führte der Slowene Uros Murn (Phonak)
über die Ziellinie. Fabian Wegmann (Gerolsteiner),
der an der Seite Ullrichs die WM fahren wird,
wurde Fünfter.
Das Rennen war lange geprägt worden von
einem Ausreißertrio mit
den Italienern Ruggero Marzoli (Acqua&Sapone) und Fortunato Baliani (Panaria)
sowie dem Spanier Cobo Acebo Juan Josè
(Saunier Duval).
Die Drei hatten zeitweise 11 Minuten Vorsprung,
doch das Peloton holte
sie vor dem Finale wieder ein.
Marzoli hielt sich am längsten
an der Spitze. Nach 166km
Flucht war aber auch sein Abenteuer vorüber,
nachdem u.a. Gerolsteiner und T-Mobile
Tempo machten im Feld.
In dieser Form wird Ullrich,
bereits am letzten Wochenende bei der noch besser besetzten Latien-Rundfahrt
Dritter, nicht nur beim Zeitfahren (29.September),
sondern auch beim WM-Straßenrennen in Verona am 3.Oktober zu den Favoriten
zu rechnen sein.
Nächste Starts des
zweifachen Zeitfahr-Weltmeisters sind Emilien-Rundfahrt
am Samstag und GP Beghelli am Sonntag.
"Das war ein ausgezeichneter WM-Test.
Ich denke, ich bin in sehr guter Form.
Deshalb starte ich ja auch bei
der WM",
sagte Ullrich,
der auch auf die Italiener Eindruck machte.
Franco Ballerini, Coach
der Squadra Azurra,
meinte: "Wir haben einen ganz starken Ullrich gesehen
wie schon am Samstag bei der Latien-Rundfahrt.
Glücklicherweise ist
die Zielankunft in Verona
flacher als die heute.
Dort ist Ullrich leichter zu schlagen."