ANNECY, 01.12.04 (rsn) - Der litauische Radprofi
Raimondas Rumsas sowie seine Ehefrau Edita werden
sich in Frankreich wegen Dopingvergehen vor Gericht verantworten müssen.
Dem Ehepaar Rumsas
sowie dem polnischen Arzt Krzystof Ficek,
der dem Rennfahrer verbotene Dopingprodukte verschrieben
haben soll, wird vor einem Gericht in Bonneville
im ostfranzösischen Hochsavoyen der Prozess gemacht.
Raimondas und Edita Rumsas
wird illegaler Import von Medikamenten
vorgeworfen. Ihnen droht
im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren.
Der erste Verhandlungstag wird nicht vor Oktober 2005
liegen, da an dem gleichen Gericht
zuvor ab Ende Januar noch ein großer und langer Prozess gegen die Verantwortlichen
im Unglück am Mont Blanc-Tunnel stattfindet.
Edita Rumsas war im Juli 2002 auf
einer Autobahn in der Nähe
des Mont Blanc-Tunnels verhaftet worden,
als sie von der Tour de France kommend auf der Heimreise nach Italien war
und in ihrem Wagen eine große Menge
an Dopingprodukten gefunden wurden.
Raimondas Rumsas, der beim Giro 2003
des EPO-Dopings überführt wurde
war bei der Frankreich-Rundfahrt damals
überraschend stark und fuhr
auf einen dritten Gesamtrang.
Frau Rumsas saß damals 73
Tage in Untersuchungshaft.
Um sicherzustellen, dass das
litauische Ehepaar auch zum Prozess tatsächlich
nach Frankreich anreist, wurde
bereits ein europäischer Haftbefehl erlassen.