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Brief an UCI
ProTour-Arbeitsgruppe: Fahrerverband will mitreden

BERLIN, 17.12.04 (rsn) - Der internationale Verband der Radprofis (CPA) sieht sich übergangen in den Verhandlungen über das Gesicht der neuen ProTour. CPA-Präsident Francesco Moser fordert in einem Brief an die UCI eine stärkere Beteiligung.

Moser wandte sich dieser Tage an UCI-Präsident Hein Verbruggen und beklagte sich darüber, dass die Fahrer übergangen würden bei den weiteren Gesprächen um die ProTour, die zwar 2005 nun wie geplant kommt, deren endgültige Organisation aber noch nicht festgelegt ist. Verbruggen berief für nächstes Jahr eine Arbeitsgruppe, in der die bestehenden Differenzen mit den großen Rennorganisatoren beigelegt werden sollen. Tour de France, Giro und Vuelta sind Bestandteil der ProTour-Serie, stehen der ProTour weiter skeptisch gegenüber. "Wir sind im Kalender der ProTour, aber gehören nicht zur ProTour. Das ist etwas anderes", sagte Tourdirektor Leblanc kürzlich.

Der Arbeitsgruppe im nächsten Jahr, die den jetzigen Schwebezustand überwinden soll, gehören Vertreter des Profiradsportrates der UCI (CCP), des Verbands der Profirennställe (AIGCP) und des Verbands der Rennorganisatoren (AIOCC) an. Der Fahrerverband fehlt, was seinen Präsident Moser stört: "Wir verstehen nicht, warum die CPA nicht in der Arbeitsgruppe ist wie AIGCP und AIOCC", schrieb Moser an die UCI. "Die CPA hat von Beginn an zu den Befürwortern der ProTour gehört in enger Zusammenarbeit mit der AIGCP." Die kritische bis abwartende Stellung der Organisatoren gegenüber der ProTour ist das ziemlich genaue Gegenteil der Haltung der CPA.

Moser forderte die UCI auf, in der Arbeitsgruppe auch "die CPA als vollwertigen Partner" aufzunehmen. Beim Weltradsportverband steht man dem Begehren des ProTour-freundlichen Fahrerverbands wohlwollend gegenüber. Die Forderung der CPA sei "logisch". Man habe sie an die Vertreter der Organisatoren weitergeleitet, hieß es bei der UCI am Freitag.

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