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ProTour mit 27 Rennen
UCI-ProTour: "Einigung" mit großen Rundfahrten

siehe auch...
  • ProTour 2005: Die 27 Rennen
  • BERLIN, 01.12.04 (rsn) - Der internationale Radsportverband UCI gab am Mittwoch die "Einigung" mit den Veranstaltern der großen Rundfahrten über die Zugehörigkeit zur ProTour bekannt.

    Die UCI kündigte in einem Statement an, dass Tour de France, Giro und Vuelta, sowie andere wichtige Rennen, die deren Organisatoren ausrichten (Mailand-San Remo, Paris-Roubaix usw.), nun endgültig doch zum Rennkalender der neuen ProTour zählen werden. Die neue Topserie umfasst damit 27 Rennen. Die 19 Mannschaften, die am Dienstag die endgültige Lizenz bekommen hatten, "verpflichten sich, an diesen Rennen teilzunehmen. Die Organisatoren akzeptieren dies", beschrieb die UCI die pragmatische Lösung, die einen monatelangen Machtkampf zwischen verband und den großen Veranstaltern vorerst beendet.

    Die großen Veranstalter, die auch um ihre Macht kämpfen, lehnen jedoch weiterhin zentrale Punkte der ProTour ab und bleiben auf Distanz. Die Tour-Veranstalterin ASO, Giro-Organisatorin RCS und Vuelta-Veranstalter Unipublic, die für die elf wichtigsten Rennen (neben den großen Rundfahrten auch etwa Mailand-San Remo, Paris-Roubaix, Lütich-Bastogne-Lüttich oder Lombardei-Rundfahrt) verantwortlich sind, hatten der UCI am Dienstag in einem Brief mitgeteilt, man sehe weiter "viele, anhaltende Differenzen". Diese betreffen zentrale Fragen der ProTour wie etwa das sportliche Konzept (geschlossene Serie ohne Auf- und Abstieg), Fragen der Ethik (Doping) und wirtschaftliche Fragen (Rechte an den Rennen).

    Die UCI zeigte sich "zufrieden" über die gefundene pragmatische Lösung, die es "ermöglicht, dass die ProTour 2005 unter optimalen Bedingungen" starten kann, wie es es in einer Erklärung hieß. Der internationale Radsportverband räumte ein, dass die Probleme gleichwohl noch nicht gelöst sind. Im kommenden Jahr soll diesbezüglich eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die aus je vier Vertretern des Profiradsport-Rates der UCI sowie des Rennstall-Verbandes (AIGCP) und des Organisatorenverbandes (AIOCC) bestehen wird.

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