BERLIN, 13.12.04 (rsn) -
Die 19 ProTour-Mannschaften haben am Montag
eine neue Ethik-Charta akzeptiert, wie
aus dem Rennstallverband AIGCP verlautete.
Ab der kommenden Saison gilt für die Topteams
ein strengeres Dopingreglement.
Am Dienstag soll der neue Ehrenkodex
formell unterschrieben werden am
UCI-Sitz in Aigle in der Schweiz.
Die ProTour-Teams, die
am Montag eine Sitzung unter
der Leitung von AIGCP-Präsident Manolo Saiz abhielten,
verpflichten sich in
der Anti-Dopingcharta, über die geltenden Regeln hinauszugehen.
Die ProTour-Teams wollen künftig einen Fahrer
sofort suspendieren, sobald eine
positive Dopingkontrolle bekannt wird.
Während des Wartens auf eine B-Probe
kann ein Fahrer also kein Rennen mehr
fahren. Ein Rennfahrer, der
in einem abgeschlossenen Disziplinarverfahren des Dopings
für schuldig befunden wurde, ist
von seinem Team zu entlassen.
Neu ist: Er darf auch von
einem anderen ProTour-Team innerhalb
von vier Jahren nicht engagiert werden.
Ein Lizenzentzug als Strafe ist hingegen
nicht vorgesehen in der Antidoping-Charta.
Diesbezüglich soll die Zuständigkeit der
Lizenzkommission unangetastet bleiben. Diese hatte unlängst
Phonak wegen dessen Umgang mit
Dopingfällen die ProTour-Lizenz verweigert.
Die neuen Regeln gelten für neue Dopingfälle
ab Januar. Die ProTour-Mannschaften fordern
auch, dass Mannschaften der zweiten Division
(Professional Continental Teams), die
zu ProTour-Rennen eingeladen werden,
sich den gleichen Regeln unterwerfen
und die Charta unterschreiben müsse.
Andernfalls sollen sie nicht
mehr zu ProTour-Rennen zugelassen werden.