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Berufung gegen UCI-Entscheidung
Phonak ruft obersten Sportgerichtshof an

HOMBRECHTIKON, 15.12.04 (rsn) - Das Unternehmen ARcycling AG, das den Schweizer Phonak-Rennstall betreibt, hat beim internationalen Sportgerichtshof TAS in Lausanne Berufung eingelegt gegen die Entscheidung der UCI, dem Team die Lizenz für die ProTour zu verweigern. Dies teilte die dem Phonak-Unternehmenschef Andy Rihs gehörende ARcycling AG am Mittwoch in einem Statement mit.

Der TAS hat der UCI 20 Tage Zeit gegeben, schriftlich zu der Sache Stellung zu nehmen, wie der Generalsekretär des Gerichts, Matthieu Reeb, erklärte. Drei Richter werden dann Mitte Januar eine Anhörung durchführen. Ein Urteil soll spätestens Ende Januar gefällt werden.

Die UCI-Lizenzkommission hatte dem Phonak-Team am 30.November endgültig die Lizenz für die ProTour verweigert. Das Schweizer Team, das fest mit einer Lizenz gerechnet hatte, war bei der UCI in Ungnade gefallen wegen des Umgangs mit den Dopingfällen Tyler Hamilton und Santi Perez. Beide Rennfahrer waren positiv auf Doping mittels Blutransfusion. Phonak wollte vor allem den Dopingfall seines Kapitäns Hamilton nicht wahrhaben und hielt zunächst an dem Star fest und stellte das von IOC und UCI anerkannte Nachweisverfahren in Frage. Im Sommer hatte Phonak bereits einen weiteren Dopingfall zu verzeichnen, als Ex-Weltmeister Oscar Camenzind positiv testete auf EPO und Doping daraufhin zugeben musste.

Derzeit plant Phonak für 2005 als Professional Continental Team (bisher GS-II). Alle Fahrer - einschließlich der teuren Neuzugänge wie Floyd Landis und Martin Perdiguero - akzeptierten neue Verträge. Phonak hofft in der kommenden Saison Wildcard-Einladungen für einige ProTour-Rennen zu bekommen, falls die Berufung beim TAS keinen Erfolg hat. Die Zukunft der Mannschaft über 2005 hinaus ist derzeit sehr unsicher. Alle Fahrerverträge gelten nur für ein Jahr.

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