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Sieg beim Japan Cup
Sinkewitz: "Schönes Gefühl, die Nr.1 zu schlagen"

Japan Cup
  • Ergebnisse
  • UTSUNOMIYA, 24.10.04 (rsn) - Der Fuldaer Patrik Sinkewitz, im Sommer überraschend Sieger der Deutschland-Rundfahrt, hat die Saison mit einem Ausrufezeichen beendet. Der 24-Jährige Quick Step-Profi gewann am Sonntag in Utsunomiya den Japan Cup. Nach 151,3km setzte er sich im Sprint mit knappem Vorsprung durch vor dem Italiener Damiano Cunego (Saeco).

    Sinkewitz setzte sich auf den letzten 500 Metern am Ende der zehnten Runde auf dem japanischen Traditionskurs durch und verwies Mitausreißer Cunego, der seit seinem Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt vor einer Woche die Nummer 1 der Welt ist, mit einem Meter Vorsprung auf Platz 2. Dritter mit 44 Sekunden Rückstand wurde der Italiener Manuel Quinziato (Lampre).

    Am Anstieg der letzten Runde hatte Cunego, die 22 Jahre alte Saison-Sensation, attackiert und sich vom Feld absetzen können. Doch Sinkewitz, der zum dritten Mal bei dem Rennen am Start war und den Kurs gut kennt, gelang es in der Folge noch, zu dem jungen Italiener aufzuschließen. 500 Meter vor dem Ziel sah es aus, als ob Sinkewitz wie im Vorjahr in Japan Zweiter werden würde. Dann aber mobilisierte der Deutsche alle Kräfte und spurtete auf der Zielgeraden noch an Cunego vorbei.

    "Es ist ein schönes Gefühl, die Nummer 1 zu schlagen. Ich war letztes Jahr hier schon nah dran und ich kam her mit dem Ziel, zu gewinnen", sagte Sinkewitz, der sich in Fernost ein verspätetes Geburtsgsgeschenk machte. Am Mittwoch war er 24 Jahre alt geworden. Die Nacht vor dem Rennen war für viele Rennfahrer derweil unruhig: Kleinere Erdbeben erschütterten die Region.

    Cunego zollte Sinkewitz Respekt: "Er war der Stärkste heute. Ich kenne seine Taktik gut, denn ich bin schon seit vielen Jahren gegen ihn Rennen gefahren, im Nachwuchsbereich und bei den Profis. Es war ein schönes Rennen und Zweiter zu werden ist ja nicht so schlecht", meinte Cunego, der sich auch freute, Geschichte geschrieben zu haben: "Dies war das letzte Rennen in der alten Weltranglisten-Wertung (die nächste Saison von der ProTour abgelöst wird, die Red.). Ich bin froh, dass ich als die letzte Nummer 1 in die Annalen eingehe. Und als jüngster Campione..."

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